Flugzeugfonds

Informationen für geschädigte Flugzeugfonds-Anleger

Das Ende der A380 Ära – Anleger drohen hohe Verluste

Das laut Medienberichten angekündigte Ende der A380-Ära trifft deutsche Anleger in Flugzeugfonds besonders hart. Schätzungen zufolge haben deutsche Anleger weit über eine Milliarde Euro in verschiedene Airbus A380-Flugzeugfonds investiert.

Das Konzept der A380 Fonds siegt vor, durch Leasingeinnahmen mit verschiedenen Airlines wie Air France oder Singapore Airlines Einnahmen zu erzielen und damit Bankkredite zu bedienen und insbesondere den eigenen Anlegern eine Rendite von bis zu 7,5 % p.a. auf die gezahlte Einlage auszuzahlen. Das Problem an diesem Geschäftsmodell ist, dass die Leasingverträge mit den Airlines oft nur für 10 Jahre geschlossen wurden. Nachdem Airbus nun die Produktion des A380 in absehbarer Zeit einstellen wird und sich in der Praxis zudem gezeigt hat, dass der Einsatz des Riesenfliegers zu hohe Kosten verursacht, haben viele Airlines ihre A380-Leasingverträge nicht verlängert.

Die fehlende Anschlussbeschäftigung kann zu einem finanziellen Ruin für die Anleger werden: Wenn ein Flugzeugfonds keine Einnahmen mehr generiert, können laufende Bankkredite nicht mehr bedient werden. Außerdem verursacht ein beschäftigungsloses Flugzeug tätlich hohe Kosten. Im schlimmsten Fall droht die Insolvent der Fondsgesellschaft. Dies führt in der Regel zu einem Totalverlust der Einlage der Anleger sowie zu einer Rückforderung der in der Vergangenheit an die Anleger gezahlten Ausschüttungen.

Chancen für geschädigte Anleger bei Falschberatung

Wurde die Flugzeugfondsanlage auf Empfehlung einer Bank oder sonstigen Anlageberaters erworben, besteht die Möglichkeit, hier eine Rückabwicklung zu erlangen. Sofern im Anlageberatungsgespräch die Risiken der Kapitalanlage nicht umfassend und richtig dargestellt wurden, haftet die Bank bzw. der Anlageberater auf Schadenersatz. Es genügt beispielsweise, dass im Rahmen der Beratung das Totalverlustrisiko nicht erwähnt oder auch nur heruntergespielt wurde. Auch die Nichterwähnung der Gefahr der Rückforderung von Ausschüttungen in der Insolvenz oder die eingeschränkte Handelbarkeit der Flugzeugfondsanteile auf einem Zweitmarkt oder die Darstellung der Anlage als „altersvorsorgetauglich“ stellt einen relevanten Beratungsfehler dar, der zum Schadenersatz verpflichten kann.

Die Folge eines Schadenersatzanspruchs ist die Rückabwicklung des Beteiligungserwerbs. Der Anleger bekommt also das in den Fonds investierte Geld nebst Agio erstattet und überträgt im Gegenzug seine Fondsanteile auf die Bank bzw. den Anlageberater.

Die Kanzlei PSS Rechtsanwälte aus Wiesbaden ist auf Schadenersatzansprüche bei geschlossenen Fondsanlgen spezialisiert. Gerne können Sie unverbindlich mit uns Kontakt aufnehmen, um eine kostenlose Ersteinschätzung zu erhalten.

Dr. Peters DS-Fonds 135 Flugzeugfonds X – Keine Verlängerung des Leasingvertrags mit Air France

Situation des Fonds

Der im Jahr 2009 von der Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG aufgelegte DS Rendite-Fonds Nr. 135 Flugzeugfonds investierte unter anderem mit den von Anlegern eingesammelten Geldern in ein 2010 erbautes Passagierflugzeug vom Typ Airbus A 380-800. Das Flugzeug wurde mit einem 10-jährigen Leasingvertrag an die Air France vermietet.

Wie nun kürzlich www.fondstelegramm.de berichtete, hat Air France die Option für die Verlängerung des Leasingvertrags verstreichen lassen. Nach derzeitigem Stand der Dinge wäre das Flugzeug ab 2020 also ohne Beschäftigung, sofern die Fondsverwaltung nicht zeitnah einen neuen Leasingnehmer findet. Dies geschieht zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, nachdem Airbus die Einstellung der Auslieferung des Riesenfliegers A380 im Jahr 2021 publik gemacht hat, wie Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Perabo-Schmidt aus Wiesbaden berichtet.

Wird nun kein neuer Leasingnehmer zu akzeptablen Konditionen gefunden, kann dies zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für den Flugzeugfonds führen. Die laufenden Unterhaltungskosten für das Flugzeug sind sehr hoch und der Fonds ist daher wohl auf Leasing-Einnahmen angewiesen. Zudem müssen laufende Bankkredite bedient werden. Sollte es hier zu einem Ausfall kommen, können gegebenenfalls auch die Anleger mit einer Rückforderung der erhaltenen Ausschüttungen konfrontiert werden.

Risiken eines geschlossenen Fonds und Chancen für geschädigte Anleger

Anleger, die derartige Szenarien bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage bei ihrer Investmententscheidung einkalkuliert haben, werden sich wohl mit der Situation abfinden müssen. Viele Anleger haben aber gar nicht erst in Erwägung gezogen, dass sie das in einen Flugzeugfonds investierte Geld verlieren können und dann auch noch die erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen müssen.

Wurden Anleger von dem die Kapitalanlage vermittelnden Berater nicht umfassend und richtig über die Risiken einer geschlossenen Fondsbeteiligung aufgeklärt, bestehen Chancen, das Geschäft rückabzuwickeln. Der Anlageberater ist nämlich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur anleger- und anlagegerechten Beratung verpflichtet. Hierzu gehört insbesondere auch, dass unerfahrenen Anlegern alle relevanten Risiken des Investments umfassend erläutert werden. Zu den Risiken eines geschlossenen Fonds gehören neben dem bereits erwähnten Totalverlustrisiko und dem Risiko der Rückforderung von Ausschüttungen auch die eingeschränkte Handelbarkeit auf einem Zweitmarkt. Der Anlageberater muss also darauf hinweisen, dass die Anteile an dem Fonds nicht einfach wieder veräußert werden können, etwa wie Aktien an der Börse. Auch über erhaltene Provisionen muss der Berater grundsätzlich ungefragt aufklären.

Hat der Anlageberater auch nur ein relevantes Risiko des Investments nicht oder nur unzureichend erläutert, so haftet er grundsätzlich auf Schadenersatz. Der Anlageberater muss dann dem geschädigten Anleger das in den Fonds investierte Geld gegen Rückübertragung der Kapitalanlage als Schadenersatz leisten.

Fachanwaltskanzlei PSS Rechtsanwälte

Die Kanzlei PSS Rechtsanwälte aus Wiesbaden ist auf Beratungspflichtverletzungen bei der Vermittlung von geschlossenen Fondsanlagen spezialisiert. Herr Dr. Perabo-Schmidt, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, vertritt geschädigte Kapitalanleger im gesamten Bundesgebiet. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Die Krise der deutschen Luftfahrtbranche

Die deutsche Luftfahrtbranche steckt offenbar in einer tiefen Krise. Die jüngsten Probleme bei Air Berlin und TUIfly sind nur der Anfang, wie viele Experten vermuten. So strich TUIfly Anfang Oktober kurzfristig zahlreiche Flüge wegen internen Problemen und verweigerte den Passageren die ihnen zustehenden Entschädigungszahlungen. Zuvor gab Air Berlin bekannt, die eigene Flotte halbieren zu wollen. Im ersten Halbjahr 2016 hatten Lufthansa, Condor, Air Berlin und TUIfly mit einem schrumpfenden Geschäft von 0,8 Prozent zu kämpfen.

Auswirkungen auf Flugzeugfonds

Rechtsanwalt Dr. Perabo-Schmidt von der Kanzlei PSS Rechtsanwälte aus Wiesbaden geht angesichts dieser Meldungen davon aus, dass der Boom der deutschen Luftfahrtbranche seinen Zenit überschritten habe. Er prognostiziert außerdem Auswirkungen auf weite Bereiche des Kapitalmarkts: „Viele Airlines werden zukünftig weniger Flugzeuge in ihrer Flotte haben. Dies wird mittelfristig auch Auswirkungen auf die als Kapitalanlagen angebotene Flugzeugfonds haben, deren Geschäftsmodell es gerade ist, Flugzeuge an Airlines gegen Entgelt zu verchartern. Es besteht konkret die Gefahr, dass die mit den Flugzeugfonds abgeschlossenen Charterverträge nach Ende der Laufzeit nicht mehr verlängert werden und die Fonds auf den Flugzeugen sitzen bleiben.“

Ursachen der Krise

Die Ursachen für den Rückgang der einstigen Boom-Branche sind vielfältig. Neben dem Einbruch von Passageierzahlen in die einst beliebten Reiseregionen in Nordafrika oder Türkei wegen politischer Instabilität ist auch der immer härter werdende Preiskampf mit zahlreichen Billigairlines der Grund für das Schwächeln der Luftfahrtbranche. Durch die Billigairlines haben sich die Beförderungspreise zum Teil innerhalb von wenigen Jahren mehr als halbiert. Die laufenden Kosten der Airlines für Personal, Wartung etc. haben sich aber nicht in dem Umfang reduziert, sondern sind eher noch angestiegen.

Ausblick

Am Ende werden viele Airlines zusammengelegt werden müssen, um ihre Kosten zu senken und am Markt bestehen bleiben zu können.  Dies geht natürlich auch auf Kosten der Flottengröße. Air Berlin hat bereits angekündigt, die Flotte zu halbieren. Wahrscheinlich werden hier noch einige weitere Airlines folgen.

Lloyd Fonds A380 Singapore Airlines Flugzeugfonds

Bei dem Lloyd A380 Flugzeugfonds (Lloyd Fonds A380 Flugzeugfonds GmbH & Co. KG) handelt es sich um einen im Jahr 2011 von dem Emissionshaus Lloyd Fonds AG aufgelegten Fonds. Der Fonds hält im Wesentlichen das Passagierflugzeug A 380 in seinem Portfolio, das aktuell an Singapore Airlines verchartert ist.

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Air Berlin will Flotte halbieren

Zahlreichen Medienberichten aus dieser Woche zufolge versucht die Fluggesellschaft Air Berlin nunmehr offenbar mit einer Halbierung ihrer Flotte den Weg aus der Krise.

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DS-Rendite-Fonds Nr. 129 Dr. Peters Flugzeugfonds

Anleger des DS-Rendite-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV GmbH & Co. KG sind von den jüngsten Nachrichten über ihren Fonds verunsichert. So berichtete das Manager Magazin kürzlich, dass die Singapore Airlines den Leasingvertrag über den fondseigenen Airbus A380-800 im Jahr 2017 wohl nicht verlängern wird.

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